Team HRHuman Resources0 Kommentare

Abbildung Hände von Menschen unterschiedlichen Alters

Wer am Markt bestehen will, muss sich Wettbewerbsvorteile verschaffen, beispielsweise über eine Diversität der Mitarbeiter. Auch das Alter kann als eine Form von Diversität betrachtet werden und sollte nicht vorrangig mit negativen Bildern belegt werden. Der Demografische Wandel ist vielleicht noch nicht überall spürbar, jedoch wird es bald so sein, dass 5 Generationen unter einem Dach arbeiten werden. Unternehmen müssen noch attraktiver werden, um Mitarbeiter zu werben und zu binden. Gleichzeitig kommt den älteren Mitarbeitern eine immer bedeutendere Rolle zu.

Um die Möglichkeiten zu erkennen, ist es grundlegend wichtig, das Lebensalter als positiv und aktiv zu begreifen. Alter wird häufig mit Stagnation und Langsamkeit verbunden, dabei steht das Alter vor allem auch für einen Reichtum an Erfahrung der Weisheit aus einer längeren Lebenszeit. Ältere Arbeitnehmer gleichen vieles z.B. durch eine höhere Genauigkeit und die Qualität ihrer Arbeit wieder aus.

Die große Herausforderung wird darin bestehen, die Zusammenarbeit der 5 Generationen so zu gestalten, dass ein Zusammenspiel der Stärken jeder einzelnen Generation entsteht. Mitarbeiterdiversität birgt natürlich auch viel Raum für Reibung. Konfliktpotenzial steckt vor allem u.a. in unterschiedlichen Ansichten bezüglich der Mitarbeiter- und Vorgesetztenrolle, der Unternehmensentwicklung, der Geschwindigkeit von Karriereprozessen sowie des Freiraums für Individualität und selbstbestimmtes Handeln. Hier sind vor allem die Führungskräfte gefragt. Altersgemischte Teams fordern eine differenzierte Führung. Die Führungskraft muss sich mit den spezifischen Anforderungen und Qualitäten der unterschiedlichen Generationen auseinandersetzen. Gut geschulte Führungskräfte, ein halbstrukturiertes Gespräch und die Fähigkeit, differenziertes Feedback und echte Wertschätzung zu geben sind die wichtigsten Instrumente.

Bei der Daimler AG wird Generationenmanagement konsequent verfolgt. In einer Studie hat die Daimler AG die Ansprüche der spezifischen Altersgruppen und mögliche Konfliktpotenziale in deren Zusammenwirken untersucht und Handlungsansätze für das Management von Mehrgenerationenbelegschaften entwickelt.

Ein Beispiel dafür, dass Mitarbeiter weit jenseits der Pensionsgrenze ein Unternehmen zum Erfolg führen können ist das Unternehmen Vita Needle. Die Mitarbeiter der Nadel- und Röhrenfabrik nahe Boston/USA sind im Durchschnitt 74 Jahre alt. Sie schätzen ihren Arbeitsplatz auf Lebenszeit, genießen die Gemeinschaft und das Gefühl gebraucht zu werden.


Bildquelle: Fotolia.com, Fotograf: regine schöttl

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.