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Abbildung: Mann sieht durch eine Lupe

Auf der Suche nach einem neuen Job findet man immer öfter Arbeitgeberbewertungsportale, in denen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ihren Boss bewerten können. An sich ist die Arbeitgeberbewertung eine praktische Sache. Man erhält Feedback aus erster Hand, wie es Menschen, die für dieses Unternehmen arbeiten, gefällt. Die Vielzahl unterschiedlicher Bewertungen schafft ein genaueres Bild, ob man zum Unternehmen und seinen Mitarbeitern passt.

Auf der Plattform kununu bewerten Mitarbeiter ihre Arbeitgeber. Die Homepage liefert neben der Arbeitergeberbewertung auch Informationen über angebotene Benefits. Bewertet werden das Verhalten der Vorgesetzten, Arbeitsatmosphäre, Zusammenhalt der Kollegen, Kommunikation, Attraktivität der Aufgaben, Work-Life-Balance sowie Arbeitsbedingungen. Weitere interessante Punkte sind der Umgang mit älteren Kollegen, Gleichberechtigung, Möglichkeiten zur Weiterbildung und Karriere, das vorhandene Umwelt- und Sozialbewusstsein, Image des Unternehmens und das Gehalt.

Obwohl solche Basics von großer Bedeutung für den potentiellen Arbeitnehmer sind, darf man nicht vergessen, dass eine negative Arbeitgeberbewertung vielleicht von einer Unzufriedenheit herrührt, die nicht unbedingt durch das Unternehmen verschuldet ist. Ein gekündigter Mitarbeiter könnte ebenfalls seinen Frust ablassen und das in die Bewertung einfließen lassen.

Andererseits präsentiert sich das Unternehmen auf dieser Plattform mit seiner Firmenphilosophie, seinen Erwartungen dem neuen Mitarbeiter gegenüber und erlaubt auch tiefere Einblicke in die tägliche Arbeit. Natürlich positioniert sich jedes Unternehmen auf diesen Seiten optimal, aber für Jobsuchende, die mit konkreten Erwartungen und Vorstellungen bezüglich ihres Traumjobs auf Arbeitgeberbewertungsportalen klicken, erfahren hier konkret erste Informationen und können sich danach orientieren, ob für sie eine Bewerbung sinnvoll ist. Es spart kostbare Zeit, denn nicht jede Information, die auf diesen Homepages angeboten wird, würde man über die nette Vorzimmerdame oder die HR-Abteilung erfahren.

Employer Branding wurde vor einigen Jahren noch milde belächelt, aber mittlerweile ist es nicht mehr eine Frage der Unternehmensgröße, sich auf dem Arbeitsmarkt erfolgreich zu präsentieren. Diese positive imageträchtige Positionierung bietet gegenüber Mitbewerbern klare Vorteile. Wir leben in einer Gesellschaft, die sich oftmals mehr an Marken orientiert als uns bewusst ist. Stewardess bei Pan Am zu sein war der Traum unzähliger amerikanischer Frauen. Damals gab es noch keine Begriffe wie Image oder Mitarbeiteridentifikation, Mitarbeiterbindung. Bestimmte bekannte Markenunternehmen tragen auch heute dazu bei, dass man beeindruckt die Augenbrauen hebt, wenn man hört, dass die Freundin oder ein Bekannter bei X oder Y einen neuen Job gefunden hat. Image ist alles. Es wird auch für Unternehmer immer wichtiger, sich der Treue der Mitarbeiter langfristig zu versichern. Engagierte Mitarbeiter, die am Arbeitsplatz zufrieden sind, arbeiten motiviert und sind leistungsfähiger. Sie identifizieren sich stärker mit dem Unternehmen als in einem beliebigen 08/15-Job.

Hinzu kommt die Verminderung von Krankenständen und hoher Fluktuation, wenn die Mitarbeiter über das Employer Branding bei Laune gehalten werden. Allerdings funktioniert das nur, wenn das Unternehmen auch tatsächlich so ist wie es sich auf den Arbeitgeberbewertungsportalen vorstellt. Der Imageschaden wäre sehr groß und beinahe irreparabel, wenn sich Werte nur auf dem Papier so verlockend lesen. Die Kernbotschaft eines gelungenen Employer Branding lautet also: Wir sind ein attraktiver und glaubwürdiger Arbeitgeber für Sie und freuen uns auf Ihre Bewerbung. Langfristig wirkt sich ein authentisches Engagement auch positiv auf die Umsatzzahlen aus.

Haben Sie bereits Erfahrung mit Arbeitgeberbewertungsportalen gemacht? Wir freuen uns über Ihren Kommentar.

Bildquelle: Fotolia.com, Fotograf: stillkost

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