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Abbildung: Prozessoptimierung Outsourcing

Ein großer Schritt für SAP und ein Riesensprung für SAP-Anwender

SAP ist mit 27,55 Mrd € Umsatz weltweit der größte Softwarekonzern Deutschlands bzw. Europas. Dies spiegelt sich auch in den 44% Marktanteil in „EMEA“ (Europa, Mittlerer Osten und Asien) wider. Bei Unternehmen dieser Größe sind Innovationen bzw. neue Produkte nichts wirklich Besonderes, die Ausnahme von dieser Regel ist aber sicher die Ankündigung, das Kernprodukt nicht zu erneuern, sondern zu ersetzen. Geschehen 2015 mit der Veröffentlichung von SAP S/4HANA als vierte Generation der SAP Anwendungssuite.

Kurz nach der Vorstellung hat die SAP bereits einen scharfen Zeitplan forciert und 2025 als Ende des Supports für bestehende Systeme ausgerufen, zwar hat sich der Zeitraum inzwischen auf 2027 bzw. 2030 verlängert, aber allein die große Anzahl an noch ausstehenden Transformationsprojekten, zusammen mit dem übersichtlichen Markt an kompetenten Dienstleistern zeigt, was hier noch für eine Welle ansteht. Diese Vermutung wird auch vom DSAG-Investitionsreport unterstützt:

  • Anstieg der S/4HANA Nutzer von 3% auf 10%
  • Quote der Umsteiger von 5% in 2018 und 2019 auf 9% in 2020 angestiegen
  • Den Umstieg für die nächsten 3 Jahre planen 40% der Befragten

Noch keine klare Tendenz gibt es beim präferierten Umstellungsszenario. Eine Neuimplementierung („Greenfield“) bevorzugen 20% der Unternehmen in der DACH-Region, eine Systemkonversion („Brownfield“) 39% und bei 34 % herrscht noch Unentschlossenheit. Demnach ist noch kein Gewinner erkennbar.

Was sich allerdings bisher gezeigt hat, ist der Wunsch nach Harmonisierung, so hat z.B. eine PwC-Studie zu dem Thema ergeben, dass 75% der befragten Unternehmen ihre Prozesse standardisieren wollen.

Chance für das Rechnungswesen

Wenn aber das Ziel die Harmonisierung bzw. Standardisierung ist, dann hat das unmittelbare Auswirkungen auf Prozesse im Rechnungswesen jedes Unternehmens. Hier ist die große Aufgabe bzw. Herausforderung, diese Änderung nicht als Bedrohung, sondern als Chance wahrzunehmen und aktiv mit in die Gestaltung zu gehen. Obwohl es natürlich einen SAP-Standard gibt, bietet dieser auch Raum für Gestaltung.

Sofern das System nicht auf dem aktuellsten Stand ist, stehen im ersten Moment technische Themen zwingend im Vordergrund. Hier vor allem die Einführung des neuen Hauptbuchs (new G/L) und der neue Anlagenbuchhaltung (EAFIN) sowie der Wechsel auf den Geschäftspartner als zentrales Stammdatenkonstrukt. An diese eher technischen Themen sind dann aber auch organisatorische und fachliche Fragen geknüpft:

  • Wie wird zukünftig die Stammdatenpflege aussehen für Konten, Debitoren und Kreditoren?
  • Wenn ich in mehreren Rechnungslegungsvorschriften einen Abschluss erstelle, wie können bzw. müssen meine Buchungen angepasst werden?
  • Muss ich meine Prozesse in der Anlagenbuchhaltung anpassen?

Dadurch öffnet sich die Tür, die eigenen Wege und Abläufe zu hinterfragen, aber auch die Chance zum Verändern. In Zusammenarbeit mit der IT können die Prozesse im Unternehmen so verbessert und idealerweise digitalisiert bzw. optimiert werden.

Glaubt man den Studien, sind die Stolpersteine auf diesem Weg zusammengefasst vor allem fehlendes Wissen im Unternehmen, der Mangel an qualifizierten externen Beratern sowie lange Umstellungszeiten, verbunden mit hohen Kosten.

Unsere Erfahrung zeigt, ein erfolgreiches S/4HANA-Projekt ist ein Projekt, das von Anfang an im Zusammenspiel zwischen Fachbereich und IT gedacht und umgesetzt wird, unabhängig vom Implementierungsszenario.

Transformations-, IT- und Fach-Know-how mit Rechnungswesen Outsourcing

Möglicherweise standen Sie der Auslagerung von (Teil-)Prozessen bisher skeptisch gegenüber. Doch ein Blick auf die Altersstruktur der Abteilung und/oder das Ziel, das Rechnungswesen zu digitalisieren, können Argumente sein, über Business Process Outsourcing nachzudenken. Hinzu kommt die damit verbundene Chance, auf Standardprozesse zu wechseln, die mit Ihrer Unternehmensentwicklung skalieren.

Prozesse bzw. Teilprozesse mit der Umstellung auf SAP S/4HANA an spezialisierte Dienstleister auszulagern, eröffnet die Chance das Rechnungswesen mit optimierten, digitalisierten Prozessen auf eine modernen IT-Basis zu stellen. Zusätzlich sichert der Outsourcing-Partner langfristig die operative Umsetzung der ihm übertragenen Aufgaben ab und gibt dem auslagernden Unternehmen den Freiraum, sich auf sein Kerngeschäft zu konzentrieren.

Oft hat die eigene IT-oder Fach-Abteilung bereits einen riesigen Projektstau. Zudem bestehen keine Kapazitäten, sich das benötigte neue Fachwissen anzueignen und es liegt wenig bis keine Erfahrung mit großen Transformationsprojekten vor, da diese nicht Teil des Tagesgeschäfts sind. Damit aber SAP S/4HANA zügig einsatzbereit ist und alle relevanten Prozesse reibungslos laufen, braucht es die Unterstützung kompetenter externer Berater und Dienstleister.

Egal wo Sie auf dem Weg Ihrer Reise sind, auch wenn es nur darum geht, eine unabhängige Meinung einzuholen, melden Sie sich gerne bei uns und lassen Sie uns ins Gespräch kommen.

Bildquelle: stock.adobe.com, Fotograf: photon_photo


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Abbildung: Thomas Kopilow, Geschaeftsbereichsleiter Finanz- und Rechnungswesen

Thomas Kopilow
Geschäftsbereichsleiter Finanz- und Rechnungswesen

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